Rückfahrkamera

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Der Unimog steht in einer engen Garage und bei der Ausfahrt rückwärts besteht kaum Sicht nach hinten. Da aufgrund der beengten Platzverhältnisse der linke Außenspiegel in der Garage angeklappt sein muss, kein Innenspiegel existiert und auch bei Umdrehen der Bereich hinter der Pritsche nicht einsehbar ist, hielt ich Ausschau nach einem Rückfahrkamera System.

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Es stellte sich heraus, dass mehrere Varianten denkbar sind:

  • Kamera und Display sind per Funk miteinander verbunden. Das erspart das Verlegen eines Kabels.
  • Das System verfügt über eine oder über zwei Kameras
  • Das System schaltet bei zwei Kameras zwischen den Kameras um, je nachdem ob vorwärts oder rückwärts gefahren wird.
  • Die Kamera(s) verfügen optional über einen Deckel, der bei Nichtbenutzung automatisch herunterfährt, um die Kamera vor Verschmutzung zu schützen.
  • ja nach Display Ausstattung kann das Kamerasignal gedreht oder gespiegelt dargestellt werden.

Vor diesem Hintergrund habe ich mich für folgende Konfiguration entschieden:

Die Funkverbindung hatte ich an einem anderen Fahrzeug ausprobiert und und fand sie unzuverlässig und in der Bildqualität ungenügend, deshalb wollte ich eine Kabelverbindung. Die Kabelverbindung verlief vom Montageort der Kameras hinten über die Anschlussdose am hinteren Rahmen vor den Hydraulikanschlüssen (dort wurde das Signal des Rückfahrscheinwerfers abgegriffen) am Rahmen entlang und von unten in das Fahrerhaus hinein. Im Fahrerhaus wurden innen die Verkleidungen an Decke und Rückwand abgenommen und die Kabel in dem Blechfalz des Fahrerhausdachs oberhalb von Fahrertür und Windschutzscheibe verlegt.

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60° Kamerabild bei Vorwärtsfahrt

Das System sollte über zwei Kameras mit zwei verschiedenen Weitwinkeln (60° und 120°) verfügen. Bei Rückfährtsfahrt sollte die Kamera mit 120° eingeschaltet sein, bei Vorwärtsfahrt die mit 60°.

Die zwei Kameras sind an einem gemeinsamen Trägerwinkel montiert, der am hinteren Querträger des Rahmens zwischen den Hydraulikanschlüssen befestigt wurde.

 

 

 

 

120° Kamerabild bei Rückwärtsfahrt

Die 120° Kamera ist direkt auf die Anhängekupplung ausgerichtet, so dass beim Ankuppeln eines Anhängers in Rückwärtsfahrt direkt das Auge der Anhängevorrichtung in die Kupplung manövriert werden kann.

Liegt Spannung am Rückfahrscheinwerfer an, schaltet die 120° Kamera ein (also bei Rückwärtsfahrt).

Liegt dort keine Spannung an (also bei Vorwärtsfahrt) ist die 60° Kamera angeschaltet.

Die ganze Kabelage und Steckermimik mit Anschlüssen für Spannungsversorgung und Display wurde in der Radiokonsole des Unimog untergebracht. An deren Unterseite wurde das Display montiert (siehe Bilder oben).

 

Ansicht von hinten

Auf den automatischen Schutzdeckel (der die Kameras vor Verschmutzung schützen soll) habe ich bewusst verzichtet, weil das System ständig in Gebrauch ist (und daher eine Abdeckung nur bei Stilstand möglich wäre, wo die Kameras ohnehin nicht verschmutzen).

Außerdem war mir in der Mimik zu viel Technik (Klappensteuerung etc.), die mir zu anfällig erschien.

Zudem sind die Kameras an einer geschützten Stelle (unterhalb der Pritsche und oberhalb der Anhängekupplung) montiert, wo die Verschmutzung am geringsten ist.

Auf dem Display wird das Kamerabild gespiegelt dargestellt. Da das Display dort angebracht ist, wo bei einem „normalen“ Auto der Innenspiegel sitzt, stellt es somit quasi den elektronischen Innenspiegel dar.